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20.07.2016 - Nabu-Wanderungen ins Fließtal und zum Rosentreterbecken

Ein Bericht der Baugenossen Eva Schmidt und Karl Kießling zur 14. Nabu-Wanderung der "Freien Scholle" am 10. Juli 2016.

Anfang Juli fand bei hochsommerlichen Bedingungen (ca. 30°C) die traditionelle Nabu-Wanderung für die BaugenossInnen unter fachkundiger Führung des Naturschutzbundes in Reinickendorf statt. Diesmal lief eine Gruppe mit Dr. Jürgen Stork um das Tegeler Fließtal nach Hermsdorf und nahm dort ein neu angelegtes Laichbiotop für die Amphibien nördlich des Hermsdorfer Damms in Augenschein. Die zweite Gruppe durchquerte mit dem Biologen Christoph Bayer den Steinbergpark, um das Rosentreterbecken mit seiner artenreichen Feuchtwiese zu erkunden. 

Auf dem Weg dorthin erläuterte Christoph Bayer unter anderem die Entwicklung und Bedeutung des Baumbestands im Steinbergpark als Lebensraum vieler Tierarten. Dort brütete zum Beispiel der Habicht in diesem Sommer erfolgreich. Angehörige der Habicht-Familie waren auch in unserer Siedlung bei der Jagd zu beobachten. Angekommen am Rosentreterbecken erfuhren die wissbegierigen Teilnehmer der Wanderung von der besonderen Bedeutung der Feuchtwiese, die sich vom technischen Regenrückhaltebecken im Laufe der Jahre zum Lebensraum für zahlreiche berlinweit seltene Arten entwickelt hat. Es bot sich dem Betrachter ein blütenreicher und duftender Sommeraspekt aus Mähdesüß, Blut- und Gilbweiderich während die Orchideen nach der Blüte nur noch für das geschulte Auge erkennbar waren.

Sehr interessant war auch zu erfahren, dass das Becken hauptsächlich vom Niederschlagsabfluss aus der angrenzenden Cité Foch und dem Siedlungsteil Rosentreterpromenade gespeist wird, weshalb auch viele Nährstoffe zur unerwünschten Düngung der Pflanzen im Rückhaltebecken beitragen. „Es werden schnell wachsende und konkurrenzstarke Arten, wie das Schilf und die Schwarz-Erle gefördert, wodurch die seltenen Pflanzenarten verdrängt werden“, erläuterte Christoph Bayer. „Um das Wachstum des Schilfs in Grenzen zu halten, muss das Rosentreterbecken auch im Sommer gemäht werden. Zu den Auswirkungen der Mahd gehört auch, dass das Becken im Hochsommer als Jagdübungsgebiet für Junghabichte geeignet ist.“

Nach dem Ausflug in die Botanik trafen sich die BaugenossInnen wieder in der Jugendfreizeitstätte, wo fleißige Beiratsmitglieder (Verena und Thomas Noebel, Brigitte Griebenow) in der Zwischenzeit ein super Frühstück mit lecker belegten Brötchen und Kaffee zubereitet hatten. So konnten alle noch ein wenig miteinander plaudern. Bleibt nur zu sagen: Danke, liebe engagierte Mitarbeiter vom Naturschutzbund, und bis zum nächsten Mal!

 

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