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30.06.2015 - Mr. „Freie Scholle“ nimmt Abschied

Zum 30.06.2015 ging das langjährige Vorstandsmitglied Jürgen Hochschild in seinen wohlverdienten Ruhestand. „Mr. Freie Scholle“ war über 36 Jahre bei der Baugenossenschaft „Freien Scholle“ beschäftigt und seit dem 1. Dezember 1986 hauptamtliches Vorstandsmitglied.

Über 100 Gäste im Landgasthof "Alter Fritz"

Die große „Abschiedsfeier“ fand am 25.06.2015 im Landgasthof „Alter Fritz“ statt. Über 100 Gäste und Weggefährten Jürgen Hochschilds hatten sich versammelt, um gemeinsam Abschied zu nehmen.

Jürgen Hochschilds Werdegang bei der "Freien Scholle"

Der erste Redner am diesem Tage war der Vorsitzende des Aufsichtsrates der „Freien Scholle“, Herr Rainer Schmidt. Er schilderte den Zuhörern den beruflichen Werdegang Jürgen Hochschilds bei der „Freien Scholle“ beginnend mit seinem ersten Arbeitstag am 8. Januar 1979. Zu diesem Zeitpunkt war der gebürtige „Schollaner“ Jürgen Hochschild in der „Freien Scholle“ durch seine vorherigen Tätigkeiten im Beirat und bei den Berliner Fahnenschwingern bereits bestens bekannt. Er hatte gerade sein Studium zum Diplom-Volkswirt abgeschlossen und trat seinen Dienst bei der Genossenschaft als Kaufmännischer Angestellter an, wo er nach Abschluss der Probezeit zum Geschäftsführerassistenten aufstieg und am 1. Januar 1983 bereits Prokura erhielt.

Zum 1. Dezember 1986 wurde Jürgen Hochschild zum hauptamtlichen Vorstandsmitglied bestellt und leitete fortan mit seinem „Ziehvater“ Arno Rohr gemeinsam die Geschicke der Genossenschaft. Rainer Schmidt erläuterte den Zuhörern die Aufteilung innerhalb der Geschäftsführung, in der Arno Rohr für die Bautätigkeit und Jürgen Hochschild für die Vermietung, das Rechnungswesen und die EDV verantwortlich war. Herr Schmidt erklärte, dass die Zusammenarbeit zwischen Jürgen Hochschild und Arno Rohr im Vorstand fair und von gegenseitiger Wertschätzung geprägt war, so dass es mit der „Freien Scholle“ wirtschaftlich und im Hinblick auf die Wohnqualität der Gebäude sowie dem Wohnungsneubau stetig aufwärts ging.

Nachdem Arno Rohr Ende 1992 in Ruhestand ging, leitete Jürgen Hochschild die Genossenschaft mit wechselnden technischen Vorständen an seiner Seite bis zum heutigen Tage verantwortungsvoll und weitsichtig. Herr Schmidt hob das Interesse Jürgen Hochschilds für das Ganze und seine Fähigkeit und Bereitschaft, über den Tellerrand zu schauen, hervor, so dass es Jürgen Hochschild möglich war, Situationen und Geschäftsvorfälle von allen Seiten zu betrachten und insgesamt einschätzen zu können. Ab 2003 wurde Jürgen Hochschild dann alleiniger hauptamtlicher Vorstand und erhielt somit auch die Verantwortung für die Bauprojekte und Instandhaltung. „So kam die Instandhaltung im Sinne planvoller und systematischer Maßnahmen, wie wir sie heute so sehr schätzen, erst so richtig in Schwung,“ führte Schmidt aus. Alle Siedlungsteile wurden umfassend instandgesetzt und optisch sowie hinsichtlich der Attraktivität erheblich aufgewertet. Dabei konnten sich die Baugenossen immer darauf verlassen, dass sozialverträgliche und bezahlbare Nutzungsgebühren auch weiterhin im Fokus stehen und keine „Luxussanierungen“.

Rainer Schmidt berichtete weiter, dass Jürgen Hochschild nach fast 30 Jahren Vorstandstätigkeit „sein Haus Freie Scholle“ in tadellosem Zustand, einer Eigenkapitalquote von 32,7 % und einer Leerstandsquote von null Prozent, an seinen Nachfolgern übergibt. Zum Abschluss lobte Rainer Schmidt die Persönlichkeit Jürgen Hochschild mit folgenden Worten:

„Die bereits angesprochene Ausdauer, Kompetenz, Fleiß und Engagement weit über das normale Maß hinaus verbindet man mit dem Namen Jürgen Hochschild. Jürgen, bei Dir steckt viel Herzblut drin! Und Du lebst den genossenschaftlichen Gedanken wie kaum ein zweiter „Schollaner“. Dieses „Gesamtpaket“ war Dein Schlüssel zum Erfolg!“

Jürgen Hochschild erhält "Ehrenmedallie der "Freien Scholle"

Anschließend überreichte Rainer Schmidt einem sichtlich gerührten Jürgen Hochschild die silberne Ehrenmedallie der "Freien Scholle".

Als nächstes sprachen das Vorstandsmitglied des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen, Frau Maren Kern, und der Reinickendorfer Bezirksbürgermeister Frank Balzer eine Laudatio auf Jürgen Hochschild und seine Verdienste auf Verbandsebene sowie seine Leistungen für die Wohnungswirtschaft weit über die Grenzen der Stadt Berlin hinaus. Auch sein Wirken im Bezirk Reinickendorf fand besondere Beachtung.

Hierbei hob Frank Balzer besonders das soziale Engagement Jürgen Hochschilds hervor, ohne den beispielsweise der Wasserfall im Steinbergpark heute nicht mehr in Betrieb wäre.

Jürgen Hochschild sagt Danke

Im Anschluss bedankte sich Jürgen Hochschild sichtlich gerührt für die lieben Worte der drei Redner. Er schlenderte durch den Saal und dankte langjährigen Weggefährten und Mitarbeitern für ihre Unterstützung. Dann übergab er offiziell das Zepter an seine beiden Nachfolger als Vorstand der Baugenossenschaft „Freie Scholle“ zu Berlin eG.

Übergabe an die Nachfolger

Symbolisch übergab er seinen Nachfolgern Hans-Jürgen Hube und Michael Schulze ein von Gustav Lilienthal signiertes Buch aus der ehemaligen Bücherei „Freie Scholle“.

An Stelle von Abschiedsgeschenken wünschte sich Jürgen Hochschild Spenden für die DESWOS. Er konnte mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein, denn es kamen 3.750,00 EUR für ein Schulprojekt in Indien zusammen.

Stan­ding Ova­tions zum Abschluss

Unter stehendem Applaus wurde Jürgen Hochschild dann in seinen wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.


Text: Christian Marquardt

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